1. Berliner Bogenschützen e.V.
Zuggewicht passend wählen
Kontrolliert ausziehen, sauber schießen und Spitzen- von Haltegewicht unterscheiden.
Technik vor Pfundzahl
Wähle das Zuggewicht durch betreutes Probeschießen. Ein guter Startbogen lässt sich ohne Hochziehen der Schulter, ruckartigen Kraftaufwand oder Rücklage ausziehen. Du solltest auch nach mehreren Passen sauber ankern und jederzeit kontrolliert absetzen können. Bei Schmerzen abbrechen.
Recurve, Blankbogen und Langbogen
Der Wurfarmaufdruck bezieht sich auf eine angegebene Referenz-Auszugslänge und gegebenenfalls Mittelstücklänge. Das Gewicht auf deinen Fingern kann davon abweichen. Lass es mit geeigneter Bogenwaage bei deinem tatsächlichen Auszug messen. Eine feste Regel „pro Zoll immer x Pfund“ ersetzt keine Messung.
Compound: zwei verschiedene Werte
Spitzenzuggewicht: die höchste Kraft während des Ausziehens. Haltegewicht: die Kraft im Vollauszug nach dem Let-off. Ein niedriges Haltegewicht bedeutet nicht, dass du den Bogen kontrolliert durch den Kraftgipfel ziehen kannst. Für die Pfeilauswahl den geforderten Spitzenwert des Herstellers verwenden.
So gehst du im Training vor
- Mit einem niedrigen, gut beherrschbaren Gewicht beginnen.
- Mehrere kurze Passen unter Beobachtung schießen; Anker, Schulter und Absetzen beurteilen.
- Bei veränderter Haltung oder frühem Ermüden reduzieren, nicht durchkämpfen.
- Erst bei stabiler Technik in kleinen Schritten steigern; anschließend Pfeilabstimmung und Visierwerte prüfen.
Wurfarmschrauben nur innerhalb der ausdrücklich freigegebenen Grenzen des Herstellers verändern. Es gibt keine für alle Bögen sichere Anzahl an Umdrehungen.
Gewicht im Setup dokumentieren → · Pfeilabstimmung prüfen →
Quellen und weiterführende Anleitungen
- World Archery: Technik mit passender Bogenstärke ↗
- Easton: Auswahl, tatsächliches Zuggewicht ↗
- Herstelleranleitungen: Beispiel Hoyt ↗
Redaktionell geprüft am 05.11.2026. Eigenständige 1.BBS-Anleitung; die Anleitung deines konkreten Bogenmodells hat bei Einstellungen Vorrang.