1. Berliner Bogenschützen e.V.
Visierskala
Ballistische Visierskala, lineare Messskala in cm/mm und persönliche Visierwert-Tabelle. Mit frei wählbarer Gestaltung und PDF-Ausgabe in tatsächlicher Größe.
Die Vorschau beginnt mit Beispielwerten. Hier deine Geschwindigkeit, Bogen- oder Armbrustdaten einstellen; ein eigener Messwert ist vorzuziehen. Beim Compound ist eine IBO-/ATA-Schätzung möglich, bei der Armbrust eine Schätzung aus Hersteller-fps und Referenz-Bolzengewicht.
Bogen- oder Armbrustdaten einstellenBeispielwerte für die Vorschau
Bogen & Armbrust. Deine Flugkurve.
Dein Setup. Dein Nullpunkt.
Verändere dein Setup und sieh, wie sich Geschwindigkeit und Flugbahn verschieben. Beim Compound auch aus IBO-/ATA-Herstellerwerten und deinem Pfeilgewicht. Bei der Armbrust mit Hersteller-Geschwindigkeit und Referenz-Bolzengewicht. Eigene Messwerte machen die Schätzung brauchbarer.
fürs Training
Herstellerangabe → dein theoretischer Wert
Die Pfeilmasse stammt aus deiner Auswahl. Diese geschätzte Geschwindigkeit wird für Flugbahn, Nullpunkt, Gaps und Visierskalen verwendet. Ein eigener Chronograph-Messwert kann sie jederzeit ersetzen.
Deine Flugkurve
Mit LuftwiderstandDie gestrichelte Linie liegt auf Augen- und Zielhöhe. Höhenmaßstab vergrößert; keine Darstellung der Höhe über dem Boden.
Mit Setup, Flugkurve, Entfernungstabelle und bei Bedarf Bauteilaufstellung und Gap-Tabelle.
Deine Gap-Tabelle
Der Gap ist der senkrechte Abstand des Haltepunkts der Pfeilspitze zur Zielmitte, in Zentimetern an der Zielscheibe. Anker, Griff und Auszug bleiben gleich. Die Werte sind eine Schätzung für waagerechte Ziele auf Augenhöhe.
Für Gaps unter „Wie zielst du?“ bitte „Über die Pfeilspitze – Point-on suchen“ wählen. Visierwerte und Stringwalking-Abgriffe sind andere Einstellungen.
| Entfernung | Gap am Ziel | Pfeilspitze halten |
|---|
Beispiel: „40 cm · Unter Zielmitte“ bedeutet, mit der Pfeilspitze 40 cm unter die Zielmitte zu zeigen. Am Point-on ist der Gap null. Das sind keine Millimeter am Bogen oder an der Sehne. „Keine flache Lösung“ bedeutet: im Modell bis 45° nicht erreichbar.
Eine A4-Seite mit deinem Setup und Platz für ausgeschossene Werte.
Entfernungstabelle ansehen
| Entfernung | Höhe zur Ziellinie | Geschwindigkeit | Flugzeit |
|---|
Plus bedeutet oberhalb der Ziellinie, Minus darunter. Die Höhenabweichung ist kein direkt übertragbarer Visierwert oder Stringwalking-Abgriff.
Waagerechtes Ziel, kein Wind, keine Geländeneigung. Pfeilbiegung, Ablass und Sehnenbewegung werden nicht simuliert. Die Werte sind keine bestätigten Trefferlagen; am eigenen Setup ausschießen.
So rechnet die Hilfe · Annahmen und Quellen
Armbrust: Bolzen und Herstellerreferenz
Eine gemessene Geschwindigkeit wird direkt verwendet. Alternativ wird die Hersteller-Geschwindigkeit mit √(Referenz-Bolzengewicht / tatsächliches Bolzengewicht) multipliziert. Das ist eine eigene Energie-Näherung bei unveränderter Armbrust, keine IBO-/ATA-Umrechnung. Herstellerreihen zeigen, dass Geschwindigkeit und Energie mit dem Bolzengewicht variieren; das einfache Modell bildet den Wirkungsgrad nicht exakt ab. Das tatsächliche Gewicht kann aus Schaft-GPI, Länge und Bauteilen entstehen. Nockenform, Bolzenlänge und Mindestgewicht müssen zur konkreten Armbrust passen.
Die Flugbahn nutzt die Visierhöhe über der Bolzenachse. Ein Gesichtsanker und eine Gap-Tabelle über die Pfeilspitze gehören nicht zu diesem Armbrust-Modus. Die Visierskala ist für einen linear verstellbaren Schlitten gedacht; bei Zielfernrohr-Klicks die eigene Visierwert-Tabelle nutzen, feste Absehenmarken sind keine Millimeter-Verstellung.
Geschwindigkeit aus IBO-/ATA-Herstellerangabe
Für Compoundbögen: v in fps = (Referenzgeschwindigkeit + Auszugskorrektur × [eigener Auszug − Referenzauszug]) × √([eigenes Spitzenzuggewicht / Referenzzuggewicht] × [Referenzpfeilgewicht / eigenes Pfeilgewicht]) − zusätzlicher Zubehörverlust. Auszug in Zoll, Zuggewicht in lbs, beide Pfeilgewichte in grain. Die Pfeilmasse kann aus GPI × reiner Schaftlänge und sämtlichen Bauteilen stammen. 1 fps = 0,3048 m/s.
Das ist unser transparentes Näherungsmodell, keine offizielle IBO-/ATA-Umrechnungsformel. Die Energie-Skalierung setzt einen ungefähr vergleichbaren Wirkungsgrad voraus. 10 fps/Zoll ist nur die veränderbare Ausgangsannahme; reale Cam- und Modulwechsel können deutlich davon abweichen. Bei gleichem Auszug und gleichem Verhältnis von Pfeilmasse zu Zuggewicht bleibt die Modellgeschwindigkeit gleich. Eine zusätzliche pauschale lbs-Korrektur wird deshalb nicht nochmals abgezogen.
Mathews/Mission nennt für seine IBO-Angaben 70 lbs, 30 Zoll und 350 grain. Hoyt unterscheidet im Whitepaper 2026 die ATA-Prüfbedingungen von IBO und weist bei SD-Modellen 27 Zoll aus. Deshalb sind die Prüfbedingungen frei einstellbar. Zusätzliche Sehnengewichte gegenüber dem Testzustand können Geschwindigkeit kosten; einen bekannten oder geschätzten Verlust in fps selbst eintragen. Herstellerangaben am konkreten Bogen und fertigen Pfeil prüfen; eine Messung am eigenen Setup bleibt vorzuziehen.
Geschwindigkeit aus gespeicherter Energie
Zuggewicht ≈ Referenzgewicht + Auszugsdifferenz × Zuwachs pro Zoll. Der angenäherte Beschleunigungsweg ist AMO/ATA-Auszug − 1¾ Zoll − Standhöhe. Gespeicherte Energie ≈ Kraftkurvenfaktor × Zugkraft × Beschleunigungsweg. Daraus folgt v = √(2 × Wirkungsgrad × gespeicherte Energie / Pfeilmasse). Beim Compound ist die Zugkraft das Spitzenzuggewicht, nicht das durch Let-off verringerte Haltegewicht. Die Profile sind eigene Modellannahmen, keine Messreihen oder Herstellerwerte.
Nullpunkt und Anker
Beim Zielen über die Spitze ergibt sich der vereinfachte Abschusswinkel aus arcsin(Auge–Nocke / Nockkerbe–Pfeilspitze). Das Modell setzt das Auge senkrecht über die Nocke und die Ziellinie waagerecht. Die freie Flugbahn wird vereinfacht ab der Schützenposition mit voller Startgeschwindigkeit gerechnet; der reale Beschleunigungsweg und die Pfeilausdehnung fehlen in der Flugkurve. Deshalb wird die nahe rechnerische Kreuzung nicht als Nullpunkt angeboten. Gesucht wird die ferne Kreuzung bis 150 m; Werte unter 5 m sind in dieser Näherung nicht aussagekräftig. Im Visiermodus wird der flache Abschusswinkel passend zur eingegebenen Einschießentfernung gesucht – diese Entfernung ist dann eine Vorgabe, keine Vorhersage.
Gaps an der Zielscheibe
Für jede Entfernung D wird ein flacher Abschusswinkel β zwischen 0° und 45° gesucht, der die Zielmitte trifft. Mit h = Auge–Nocke und L = Nockkerbe–Pfeilspitze liegt der Haltepunkt bei G = D × (L × sin β − h) / (L × cos β). Alle Längen werden in Metern gerechnet. G < 0 bedeutet unter der Zielmitte, G > 0 darüber. Angezeigt werden Betrag und Richtung in Zentimetern an der Zielscheibe. Anker und Griff bleiben unverändert; Visier- und Stringwalking-Einstellungen lassen sich daraus nicht ablesen. Die Methode des Gap-Schießens ist im World-Archery-Handbuch, Barebow Abschnitt 3.6, beschrieben; die Zahlen liefert unser vereinfachtes Modell.
Luftwiderstand und Vergleichsbereich
Bei 0 % Luftverlust gilt die ideale Wurfparabel. Sonst wird eine Punktmasse mit Schwerkraft g = 9,80665 m/s² und quadratischem Luftwiderstand berechnet. Der Koeffizient k = −ln(1 − Verlust/100) / 50 m ergibt sich aus der horizontalen Näherung v(x) = v₀ × exp(−kx). Die farbige Fläche vergleicht 15 % weniger und mehr Startgeschwindigkeit bei gleichem Winkel. Sie ist kein statistischer Fehlerbereich und keine Genauigkeitsgarantie. Bei einem Messwert wird sie ausgeblendet; die übrigen Modellgrenzen bleiben bestehen.
Fachliche Grundlagen
- Hoyt Recurve Manual: Auszug, Zuggewicht und Standhöhe (S. 4 / 7) ↗
- World Archery: Coaching Manual Level 2, Barebow ↗
- OpenStax: Arbeit und kinetische Energie ↗
Modellversion 1.4 · 28.10.2026. Die PDF-Erstellung verarbeitet nur die eingegebenen Bogenwerte; der Rechner führt keine persönliche Trainingsakte.
Bogenhilfen · Mit Visier
Deine Visierskala zum Aufkleben.
Wähle eine ballistische Visierskala mit Entfernungen in Metern oder eine lineare Messskala mit echten Zentimeter- und Millimeterabständen. Gestalte dein Band und drucke das PDF in tatsächlicher Größe.
Armbrust: Das Skalenband setzt einen linear verstellbaren Visierschlitten voraus. Für Zielfernrohr-Klickwerte die eigene Visierwert-Tabelle verwenden. Feste Absehenmarken sind keine Millimeter-Verstellung. Der Skalenbeginn startet bei 20 m und bleibt veränderbar; bei hoher Geschwindigkeit können sich nahe Marken sonst umkehren.
Die Auswahl übernimmt die Bogenart in deine Einstellungen. Geschwindigkeit und Pfeilwerte unter „Bogen- oder Armbrustdaten einstellen“ prüfen.
Plausibilitätscheck
Messpunkte, Modellwerte und Geschwindigkeiten
| Entfernung | Eingabe | Modell | Abweichung | Entsprechende Geschwindigkeit |
|---|
Referenzen zur Geschwindigkeit
Beispiele zur Einordnung; die groben Prüfbereiche sind eigene Annahmen und werden von diesen Quellen nicht als Grenzwerte festgelegt. Stand: 29.10.2026.
Passendste Skala
Messwerte und Abweichungen ansehen
| Entfernung | Gemessen (mm) | Skala (mm) | Differenz (mm) |
|---|
Verglichen werden 60 m und alle zusätzlichen Messwerte mit gleichem Gewicht. 20 m ist der gemeinsame Nullpunkt. Kleinste quadratische Gesamtabweichung (RMS) unter den angezeigten Skalen; keine Messung der Pfeilgeschwindigkeit. Die Empfehlung am eigenen Bogen ausschießen.
Vorschau deiner Skalen
Bildschirmvorschau vergrößert/verkleinert. Maßhaltig ist die PDF-Ausgabe bei 100 %.
Drucken: 100 % / tatsächliche Größe. „An Seite anpassen“ ausschalten. Die 50-mm-Kontrollstrecke im PDF nachmessen, bevor du die Skala ausschneidest. Das PDF enthält Schnittkanten; zu lange Bänder werden nicht automatisch verkleinert.
Deine Visierwert-Tabelle
| Entfernung | Visierwert | Herkunft |
|---|
„Lineare Messskala“ beschreibt die gleichmäßige cm/mm-Teilung. „Referenzskala“ bezeichnet ihren Einsatz als Bezug für eigene Messwerte. Hersteller nennen solche Bänder auch Maßbänder mit Millimeterteilung und Zentimeterbezifferung ↗.
Kalibrierung, Vergleichsskalen und Druckmaß
Die Hauptskala verwendet die Geschwindigkeit und den Luftverlust aus deinem Setup. Für jede Entfernung wird ein flacher Abschusswinkel berechnet. Der Unterschied der Tangenswerte bei 20 und 60 m wird auf den eingegebenen Millimeterabstand skaliert. Das ist eine effektive Visiergeometrie für einen linear übersetzten Verstellweg, keine Vermessung deines Visiers und keine Ermittlung der tatsächlichen Geschwindigkeit.
Bei den Vergleichsskalen bleibt diese Geometrie gleich; jede wird bei 20 m neu ausgerichtet. Schnellere Pfeile ergeben normalerweise engere Abstände, langsamere weitere. Alle Einstellungen sind Näherungen und müssen mit dem eigenen Setup ausgeschossen werden. Bei wechselnder Visierauslage neu kalibrieren.
Zusätzliche Messpunkte wählen die passendste der angezeigten Varianten aus, ohne diese zu verändern: Der Vergleich minimiert den Mittelwert der quadrierten Millimeterabweichungen bei 60 m und allen zusätzlichen Entfernungen. Die RMS-Abweichung ist dessen Quadratwurzel. Der gemeinsame 20-m-Nullpunkt geht nicht in den Fehlerwert ein. Auch eine ausgewählte Vergleichsskala kann von der 60-m-Messung abweichen; die Differenz bleibt in der Auswertung sichtbar. Die zugehörige Modellgeschwindigkeit ist keine Chronographenmessung.
Die PDF zeichnet Vektorlinien mit exakt 72 / 25,4 PDF-Punkten pro Millimeter. Druckertreiber können trotzdem skalieren; deshalb die Kontrollstrecke nachmessen. Die dünnsten Striche hängen zusätzlich von Drucker und Papier ab.
Einordnung des Zwei-Punkt-Verfahrens: HHA Tetra · Herstelleranleitung ↗. Die Anleitung verwendet Yards; dieser Rechner verwendet ausdrücklich Meter und ein eigenes vereinfachtes Modell.